Freitag, 30. März 2018

Amphitheater

Ein Objekt betreue ich nun schon einige Jahre. Es handelt sich um ein Mehrfamilienhaus aus den 70ern. Es begann seinerzeit mit der Renovierung einer Kellerwohnung, die
ursprünglich eigentlich mal eine Schwimmhalle mit Bar und Dusche war.
Statt dessen ist dort eine helle, geräumige Wohnung entstanden.

Aber sie sollte auch durch einen großzügigen Aussenbereich ergänzt werden.













Ein paar Durchbrüche...


Hier ist das ehemalige Schwimmbad von rund zwei Metern Tiefe schon
komplett mit Beton verfüllt.





Schon sind die neuen Fenstertüren drin. Man kann nicht nur immer photografieren.


Auch bis zu diesen Photos fehlen einige Zwischenschritte.


Der Wasserablauf in die Sickergrube wurde unsichtbar gestaltet. Ich mag keine Kanal-
deckel und -schächte, die das Gesamtbild stören, sondern Purismus.
Oberflächenwasser versickert durch versteckte Plattenfugen.




 Das ist nun schon ein paar Jahre her, und mittlerweile ist natürlich alles fertig, 
Rasen wurde eingesät und Büsche wurden gepflanzt. 

Auf dieser sonnigen Westterrasse, die nicht nur für viel Licht in der Wohnung sorgt,
kann man im Sommer richtiggehend wohnen. Durch die großen Fenstertüren, die sich
alle komplett öffnen lassen, lassen sich die Innenräume nach außen hin
ins Freie erweitern.

Ein schönes Segeltuch gespannt, nettes Terrassenmobiliar, vielleicht ein
paar Tomatenstauden und Blütenpflanzen, Kissen auf den Sitzreihen... sogar
ein Fernseher für die nächste WM ist denkbar.
Hier ist alles möglich!





Montag, 26. März 2018

behindertengerechtes Dusch-WC

Über Internet erreichte mich sinngemäß folgende Anfrage:
"Ca. 2 Quadratmeter Gäste-WC zum behindertengerechten Duschbad umbauen,
wer kann sowas?"

Und so hat´s ausgeschaut!


Mein Fotoapparat war schon fast größer als das Gäste-WC und musste
beim fotografieren draußen bleiben.
Aber gehen tut alles!

Wie immer, mussten erstmal Tatsachen geschaffen werden.


Die Idee war schon vorher da, aber man muß natürlich prüfen, ob sie auch umsetzbar ist.
War sie! Eigentlich war eine Billigversion mit Aufputzspülkasten und Stand-WC
mit Bodenablauf gewünscht.
Ein kleinbisschen originell muß es bei mir aber schon sein. Also wurde der Ablauf des alten Stand-WC zum Bodenablauf umfunktioniert, die Wände wurden aufgestemmt, neue Zuleitungen wurden verlegt, das alte Gußrohr vom Badezimmer im 1. OG aufgeflext und durch diverse moderne T-Stücke und Schiebemuffen ergänzt.
Davor kam dann ein Unterputzspülkasten für ein modernes spülrandloses Wand-WC.
Anstelle des alten Waschbeckens wurden die Anschlüsse modernisiert und hier kam die Duscharmatur hin, das Waschbecken dafür an eine andere Wand. Diese Änderungen sollten Platz genug für eine später vielleicht mal erforderliche Rollstuhlzufahrt unter
die Dusche garantieren.
Allerdings öffnete sich die alte Türe in den Raum hinein, man hätte sie also nicht mehr schließen können. Entsprechend wurde eine neue verbaut, die sich nach außen hin öffnet.


Hier sieht man den alten WC-Ablauf, jetzt als schicken Bodenablauf.
Da ich auch den alten Estrich entfernte und einen neuen einbaute, konnte ich
genügend Gefälle einrichten, damit das Wasser gleich im hinteren
Bereich bleibt und vorne, an der Tür, maximal etwas
Spritzwasser ankommt. Die neue Türe ist allerdings kunststoff-
beschichtet, sodaß es hier keine Probleme geben sollte.


Der alte Blechheizkörper wich einer modernen Handtuchheizung.
Die Wärmeleistung wurde so berechnet, daß es im Dusch-WC mollig warm wird.

Das standardmäßig verbaute Kastenschloß mit Schlüssel habe ich gegen eines
ausgetauscht, das nach außen "Besetzt" signalisiert und im Notfall
von dort rasch geöffnet werden kann.

Die verbauten Fußbodenfliesen sind hochgradig rutschfest.

Für z.B. einen Föhn wurde eine Steckdose gelegt. Diese und der Lichtschalter
sind für Feuchträume ausgelegt und spritzwassergeschützt.


Viel Weiß ist zeitlos und vergrößert optisch. Mit ein paar gestalterischen 
Tricks scheint das Dusch-WC auf einmal fast doppelt soviel 
Quadratmeter zu haben.

Jetzt kann´s losgehen!