Donnerstag, 1. August 2013

FARBEN!



Uiii, schön!


Ich erhalte sehr viele "Klicks" auf meine Seite und kann dann z.B. sehen, daß nach farblich zu den Fliesen passendem Fugenmaterial gesucht wird. Nun, was bei einer Blume wie der obigen, wo man von Hell- bis Dunkelrot, von Pink bis Purpur so ziemlich alles und noch mehr finden kann, durchaus sehr harmonisch ausschaut, muß für Bad und Küche noch lange nicht das Richtige sein.
 

 Auch Blau in Blau ist bei Blumen extrem ansprechend, im Wohnraum nicht zwangsläufig.
Natürlich kann man sogar eine absolute Farbgleichheit zwischen Fliesen und Fugen
 herstellen, z.B. mit natürlichen Pigmenten in einer speziellen Fugenmassenmischung. 
Kann man, muß man aber nicht! 
Vor allem auch, weil, wenn nicht genau getroffen, die Harmonie leiden kann und sich nachher alles beißt.

Originelles Handwerk ist, zumindest bei mir, auch eine umfassende Beratung, und so manches Mal konnte ich schon Ton-in-Ton-Fetischisten mit zunächst absonderlich erscheinenden Vorschlägen glücklich machen. Bewußt gesetzte Kontraste und Farbtupfer sind, dezent eingesetzt, oft DIE Hingucker und peppen ein sonst langweiliges Einerlei richtig auf, ohne Augenkrebs zu verursachen.
Schwarze Fliesen und weiße Fugen? Oder gar anders herum? Rote Fliesen zu weißen Möbeln, die Fugen nochmals andersfarbig? Warum nicht? Es muß nur harmonisch sein!
Ebenso geht es mit baulichen Elementen; eine Wand muß nicht immer glatt sein, eine Ecke nicht immer rechtwinklig, nicht immer muß dort das sein, was das Auge, mangels Alternativen, für gemeinhin erwartet.

Ein Blick in die Natur zeigt, was geht. Diese Blumenwiese ist natürlich nur ein übertragenes Beispiel,
 aber es verdeutlicht, daß dem Auge Abwechslung meist weit wohlgefälliger ist, als farbliches Einerlei - vor allem auf Dauer. Auch wird hier sehr schön deutlich, wie man mit dem Raum arbeiten kann.


Mit Farben spielen, wo man´s nicht erwartet. Gestalterische Elemente setzen, wo keiner damit rechnet. Wie oft fahren wir durch Ortschaften, wo wir ein beliebig austauschbares Einerlei ohne Identität vorfinden. Und plötzlich sticht ein Haus, ein Garten, ein Irgendetwas wohltuend hervor - es könnte Ihr Bad oder Ihr Wohnzimmer sein!







Gute Ideen, gute Umsetzung - und die Kunden stehen Schlange!


Aber zunächst gilt immer die Regel, ALLES kann schön sein! 
Und dann schau´n mer mal...

 




Freitag, 28. Juni 2013

mit geringem Aufwand...




... lassen sich verfärbte und verunreinigte Fußbodenfugen wieder professionell aufbereiten.

Zunächst sahen die Fugen noch so aus:





verfärbt, milchig und voller Verunreinigungen durch das nachträgliche Streichen der Wände usw.

Bereits nach einem professionellen Reinigungsgang sieht man das Ergebnis.



Die Fugen sind porentief rein und farbgleich.
Anschließend werden sie dauerhaft und wasserdicht versiegelt, damit 
sie so schön bleiben, wie sie sind.




Hierfür habe ich die geeigneten Produkte, die ich exklusiv in Deutschland
vertreibe und verarbeite.



Fugen reinigen Zementschleier versiegeln wasserfest

Mittwoch, 26. Juni 2013

sehr elegant...



... schaut mittlerweile aus, was vor kurzem noch ein Graus war.






Badezimmer alt neu vorher nachher bodenebene Duschkabine Doppeleinstieg Dusche ohne Duschtasse

Sonntag, 31. März 2013

die Freibadsaison...



... ist eröffnet!




Aber hierfür mußte erstmal aus dem hier...


etwas Neues entstehen, wofür naturgemäß diverse Zwischenschritte notwendig sind.



So müssen nicht nur die Badewanne und die alten Wandfliesen weichen, sondern es mußte auch der komplette Fußboden inklusive Estrich raus. Wofür das gut war, sehen wir gleich.

Das neue Bad sollte keine Badewanne mehr bekommen, aber dafür eine sehr großzügige Dusche. Daher verlegte ich die Wasseranschlüsse neu an die Stirnseite, damit die Duscharmatur nicht auch noch die ohnehin schon geringe Breite der Dusche noch schmaler macht.

Nachdem die unterschiedlichen Höhen eingemessen und das Gefälle berücksichtigt war, konnte der Ablauf gesetzt werden.


Anschließend wurde eine wasserundurchlässige Wanne aus starker Teerpappe eingebracht, an den Rändern über Niveau hochgezogen und verschweißt sowie mit dem Ablauf verklebt.


Mittlerweile hatte ich auch schon alle neuen Zu- und Abwasseranschlüsse verlegt sowie die alte Heizung in der Fensternische abgebaut und eine moderne Wandheizung an anderer Stelle installiert. Daher mußte auch der alte Estrich weichen. 
Alle Rohre sind entsprechend isoliert worden und bevor die neue erste Estrichschicht eingebracht wird, müssen das Stypropor und die Randstreifen verlegt werden.

Hinten rechts sehen wir den offenen Kamin, der in keinem modernen Badezimmer fehlen sollte.


Allerdings birgt dieser "Kamin" ein anderes Geheimnis, das später gelüftet wird.

Nachdem alles vorbereitet ist, kann die erste Estrichschicht eingebracht werden.


Anschließend wurde die Fußbodenheizung installiert, die auch die Dusche umfasst, denn Wärme von oben bei gleichzeitig kalten Füßen ist nicht schön.

Um unabhängig von der Wasserheizung zu sein und jahreszeitlichen Kapriolen und persönlichen Bedürfnissen besser entsprechen zu können, wurde hier eine elektrische Fußbodenheizung verbaut. Diese sind, je nach Hersteller, sehr robust und langlebig und zudem günstig im Verbrauch. Das Leerrohr für den Fühler steht einstweilen vorwitzig aus dem Estrich heraus. Anschließend wird es jedoch auf Länge geschnitten und verschlossen. Sollte der Fühler irgendwann einmal seinen Dienst versagen, kann er einfach ausgetauscht werden. Dann wird die zweite Schicht Estrich eingebracht.

Gleichzeitig wird die bodenebene Dusche geformt, also die benötigten Gefälle  gestaltet.


 Nachdem der Estrich durchgetrocknet ist, können die Bodenfliesen montiert werden. Damit es nicht gar zu langweilig wird, kann man sich hierfür elegante und optisch den Raum vergrößernde Muster überlegen.



Links im Vordergrund ist zu sehen, wo später die Duschwand montiert wird. Ab dieser Stelle gibt es drei unterschiedliche Gefälle.

Und im offenen Kamin brennt immer noch kein Feuer...


Danach kommt die Schokoladensoße; in diesem Fall braune Fugenmasse.

Zwischendurch immer schön wischen, aber nicht zu früh, damit das Fugenmittel nicht herausgewaschen wird. Natürlich auch nicht zu spät, sonst schrubbt man sich einen Wolf und die Fugen werden nicht schön.

Ich wurde schon häufiger gefragt, warum ich mit dem Boden beginnen und mich erst dann den Wänden zuwenden würde, obgleich die klassische Methode doch anders herum funktioniert. Nun, das Schöne und Wertvolle am Autodidaktischen ist u.a., daß man nichts so macht, "weil man das einfach so macht und schon immer so gemacht hat!". In Kombination mit schulisch und beruflich Erlerntem, ergeben sich über die Jahre der Praxis oft verschiedentlich einfach neue Arbeitsmuster, die ihren tieferen Sinn haben. Allerdings muß das jeder für sich selbst herausfinden. Beginne ich mit dem Boden, habe ich persönlich mehr gestalterische Möglichkeiten. Außerdem vereinfacht mir dies gewisse Arbeitsabläufe.

Dann alles schön abdecken und los geht es mit den Wänden.



 

Wenn man nun in seinem Badezimmer gerne ein WC hätte, dies aber wegen der baulichen Voraussetzungen eigentlich nicht möglich ist, weil das Abwasserrohr fehlt und dort auch nicht neu verlegt werden kann, muß man sich etwas einfallen lassen.

So kam mir die Idee eines WC´s mit kombinierter Zerhacker- und Hebeanlage. Für die Installation wird nur ein normaler Frischwasseranschluß wie für einen Spülkasten benötigt, und das kleinformatige Abwasserrohr kann problemlos im Fußboden untergebracht und an die normalformatige Abwasseranlage angeschlossen werden.

Ebenso ist ein Stromanschluß vorzusehen, da heutzutage fast alles mit Microchips funktioniert.

Aus gestalterischen und auch aus Platzgründen habe ich ein schräges Mäuerchen errichtet, in dem der Montagerahmen seine Aufnahme fand. Damit man sich nicht vielleicht irgendwann samt WC und Mäuerchen auf dem Fußboden wiederfindet, habe ich den Rahmen mit in Chemiedübel eingeschraubte Gewindestangen zusätzlich in den Außenmauern verankert.
 

Hier sieht man die Rückseite des WC´s, in dem die kompakte Technik untergebracht ist. 


Später installiert, sieht man kaum einen Unterschied zu einem normalen WC.
Daß es nicht genau mittig montiert ist, ist bewußt den Platzverhältnissen geschuldet.



 Bei aufgeklapptem Deckel findet man einige Warnhinweise, die besagen, daß man z.B. keine Badeschlappen, Igel oder schmutzige Wäsche in der Toilette entsorgen soll, damit der Edelstahlzerhacker keine Probleme bekommt.


Der wesentliche optische Unterschied ist diese Taste, die elektronisch dafür sorgt, daß Wasser einströmt und der Zerhacker- und Abpumpmechanismus in Gang gesetzt wird.
Vorsorglich traf ich diverse Schallschutzmaßnahmen, und alles funktioniert wirklich ziemlich unauffällig.


Wenn die Möbelfirma nicht vergessen hätte, den Unterschrank mitzuliefern, wäre das Bad jetzt, bis auf die Duschkabine, die in wenigen Tagen abholbereit ist, fertig.


Also kommen die Vorher-Nachher-Fotos auch erst später.


Freitag, 22. Februar 2013

ein Gäste-WC...


.... in dem sich heutzutage wohl kaum noch ein Gast wohlfühlt.
Daher muss sich dort, ebenso wie im gesamten Rest der Wohnung, einiges ändern.
Also runter mit den Fliesen und die Wand aufgestemmt, damit das Waschbecken an einen neuen Platz kommen kann .
Leider verlaufen hinter der rechten Seite der Wand an der Stirnseite Abluftschächte, sodaß die Rohre in diesem Bereich Aufputz montiert werden müssen. Da davor jedoch die Waschmaschine stehen wird, sieht man davon nichts.


Natürlich muß auch der alte Spülkasten samt WC weichen. Bei dieser Gelegenheit werden gleich neue Wasserzähler installiert - und zwar so, daß man später möglichst wenig davon sieht.
Links im Bild schon der neue Heizkörper, für den die Rohre neu verlegt werden mussten.


Nachdem die Basis für den neuen Spülkasten geschaffen wurde, muss das riesen Loch nun wieder zugemauert werden. Auch das alte Abluftgitter weicht einem neuen Vierstufenventilator mit einstellbarer Nachlaufautomatik.


Eine erste "Anprobe" des Spülkastens...


... der dann eingemauert wird, nachdem die Rückwand hochgezogen wurde.


Wichtig ist, daß dies akurat erfolgt, damit nirgends die isolierenden Styroporkügelchen herausrieseln, mit denen der Hohlraum um die Rohre aufgefüllt wird.


Zwischendurch kommt der Fußboden dran.  Da im Gang Linoleum verlegt war, das demnächst Laminat weichen wird, habe ich in der Höhe Spielraum. So brauchen die alten Fußbodenfliesen im Bad nicht herausgerissen zu werden, was Zeit und Geld spart; die neuen werden einfach darauf montiert.
Hierbei ist wichtig, deren Oberfläche aufzurauhen, sprich mit dem Bohrhammer anzuspitzen, damit der Fliesenkleber eine gute Haftung eingehen kann.

Das folgende Foto mag bei dem einen oder anderen "klassischen" Fliesenleger für Heiterkeit bis hin zu Lachanfällen mit Tränen sorgen, entspricht die Verlegeweise der Fliesen doch dem berühmten Bilderwitz "ohne Worte", bei dem der Heimwerker seinen Fußboden streicht, damit bei der Tür beginnt und am Schluß im hintersten Zimmereck um Hilfe schreit.
Aber unter anderem auch dies unterscheidet originelles vom klassischen Handwerk...
 

... denn will man nicht die hinteren geschnittenen Fliesenstücke im Eingangsbereich haben, was bei der klassischen Fliesenverlegung, bei der man hinten links oder rechts in der Ecke damit beginnt und das Ganze dann nach vorne auslaufen lässt, unausweichlich ist, bleibt nur der hier abgebildete Weg. Vorher ausrechnen kann man soetwas natürlich auch, doch vor allem bei größeren Flächen ist die Theorie eine Sache, die Praxis eine andere. Zudem haben alle Fliesen Fertigungstoleranzen, sind hier mal einen Millimeter größer, dort zwei Millimeter schmäler, sodaß auch das konsequente Verlegen mittels Fliesenkreuzen schnell zu Abweichungen im Fugenmaß führt.
 

Dann wird der Spülkasten eingenetzt, wobei die Übergänge weit genug gezogen werden müssen. Die Ausschnitte kann man vorher machen, aber praktischer ist es, man macht dies hinterher, denn meist verzieht sich sich irgendwo etwas.
 


Kaum sind die neuen Fliesen an der Wand, hat man das Gefühl, daß es endlich vorwärts geht und die Sache ein Ende hat. Aber das ist ein Trugschluß, denn...
 

 denn ....


die Wohnung hat noch mehr Räume - auf zwei Stockwerken!